Warum gibt es MyTourbook ?
 
  1. 2004 kaufte ich den HAC4, war aber mit den mitgelieferten Programmen nicht sehr zufrieden und sah noch Verbesserungspotential
     
  2. Im Jahr 2005 hatte ich die Zeit mich weiterzubilden, dabei wurde dieses Programm für mich ein Lern-Projekt, um mich in die Themen Java, Eclipse, SQL und EJB3 einzugearbeiten

  3. Am 25. Oktober 2005 hatte ich einen sehr schweren Fahrrad Unfall, 3 Wochen lag ich im Koma und bin danach zum Glück wieder aufgewacht. Anschliessend befand ich mich 3 Monate in der Reha.

    Die ersten 3 Monate, nach dem Unfall, hat mich der Computer überhaupt nicht interessiert, da hatte ich andere Probleme zu bewältigen. In der Reha wurde es mir mit der Zeit, nach den täglichen Therapien manchmal langweilig, so habe ich mein Notebook dorthin mitgenommen und versucht zu verstehen, was ich in diesem Programm vor meinem Umfall bereits gemacht hatte. So fing ich an es wieder weiterzuentwickeln.
    Nach den schweren Hirnverletzungen die ich hatte, hat mir auch dieses Projekt geholfen, meine geistigen Fähigkeiten wieder aufzubauen.

    Glück im Unglück hatte ich aber auch, denn zu der Zeit, als ich in der Reha war, hat das Schweizer Fernsehen eine Dokumentation über Hirnverletzungen gemacht. Deshalb gibt es auch eine kurze Dokumentation über meine Reha. In dem Film werden die Fälle von 5 Menschen beschrieben, die Hirnverletzungen hatten. Dazu muss man aber auch sagen, dass es mir, zum jetzigen Zeitpunkt, von den Betroffenen am besten geht.

    Dass es mir wieder so gut geht hat mehrere Gründe:
    Bei dem Unfall hatte ich einen Fahrradhelm getragen habe, dieser hat viel von der Kraft des Aufpralls abgefangen, sonstige Verletzungen hatte ich keine.
    Das tiefe Koma in dem ich lag habe ich deshalb überlebt (gemäss den Aussagen der Aerzte), weil ich eine gute Kondition hatte.
     
    Der bewegende DOK-Film kann im Internet angeschaut werden, eine Zusammenfassung kann hier gelesen werden.
     
Warum gibt es keine ÄÖÜ und ß ?
Weil ich in der Schweiz lebe und mich an deren Schreibweise gewöhnt habe, es gibt dort auch kein ß, es wird immer durch ein ss ersetzt, das ist viel einfacher als in Deutschland, je nach aktueller Rechtschreibregel wird es mal so oder mal so geschrieben. Ausserdem gibt es auf der schweizer Tastatur diese Buchstaben nicht.

Warum wird die Geschwindigkeit ungenau angezeigt ?
Für jedes Zeitintervall gibt es 6 Bits um die Entfernung zu speichern, das sind maximal 64 Werte. Da 63 m für das Zeitintervall von 20 Sekunden zu wenig ist, wird es mit dem Faktor 10 multipliziert. Daraus ergibt sich eine Entfernung von 630m in 20 Sekunden, das entspricht einer maximalen Geschwindigkeit von 113.4 km/h. Das sollte für ein Fahrrad ausreichen.
 
Leider wurde diese Berechung auch für kleinere Intervalle beibehalten, für ein Intervall von 2 Sekunden ist die grösste Distanz 630m, das enspricht einer Geschwindigkeit von 1134 km/h. Für die kleinste Entfernung von 10m ergibt sich daraus die minimale Geschwindigkeit von 18 km/h für ein 2 Sekunden Zeitintervall. Da dieser Wert sehr ungenau ist, muss die Geschwindigkeit interpoliert werden, damit man eine einigermassen genaue Geschwindigkeit bekommt, deshalb ist die Geschwindigkeit immer ein interpolierter Wert und wird die Realität nie korrekt abbilden.
 
Eine bessere Lösung wäre, den Faktor 10 für das 2 Sekunden Intervall auf 1 zu setzten (damit würde es eine sehr viel genauere Geschwindigkeit geben), die Intervalle 5 und 10 Sekunden müssten entsprechend angepasst werden.
 
Beispiel für die Berechnung der Geschwindigkeit. Die Daten wurden im 2 Sekunden Intervall abgespeichert, die tatsächliche Geschwindigkeit betrug 6 km/h, die berechnete Geschwindigkeit wird über verschiedene Messpunkte interpoliert.
 
Zeit (s)
10 12 14 16 18 20 22 24 26 28 30 
Distanz (m)
10 10 10 10 10 
km/h - 7 Werte
      
 km/h - 5 Werte
  4.5 
4.5
4.5
4.5
  
 km/h - 3 Werte
  
 km/h - 1 Wert
18 18 18
18
18
 
 
 
Warum gibt es den automatischen Segmentierer ?
Ursprünglich wurde er entwickelt, um Touren miteinander zu vergleichen. Jedoch führte es zu teilweise sehr ungenauen Ergebnissen verursacht durch das lange Zeitintervall von 20 Sekunden. Der Segmentierer ist deshalb ein Relict aus vergangenen Zeiten, der aber immer noch Informationen liefert, die sonst mit viel Aufwand zu bekommen wären. Der jetzt eingebaute halbautomatische Tourvergleicher ist sicherlich noch nicht perfekt, er liefert aber recht gute Ergebnisse. Mit einem GPS Empfänger wäre ein Tourenvergleicher natürlich viel einfacher und präziser zu lösen.